Hellerau 602.
Franz Ehrlichs Anbauprogramm.
Klar, funktional, kombinierbar: Die Serie 602 aus Dresden-Hellerau gehört zu den bekanntesten Möbelprogrammen der DDR – und ist heute bei Sammlern und Mid-Century-Fans gefragter denn je.
Einzelmöbel, die mitwachsen.
Der Bauhaus-Schüler Franz Ehrlich (1907–1984) stellte die Typenserie 602 im Jahr 1957 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vor. Sie gilt als erste Serie sogenannter komplettierungsfähiger Einzelmöbel in der DDR: Die Stücke konnten einzeln gekauft und nach und nach ergänzt werden – ideal für die kleinen Neubauwohnungen jener Zeit.
Gefertigt wurden die Möbel von den Deutschen Werkstätten Hellerau in Dresden, etwa von 1956 bis 1968. Ehrlich setzte die Serie auch in seinem bekanntesten Bauwerk ein, dem Funkhaus in der Berliner Nalepastraße. Ende der 1960er Jahre löste das Montagemöbelprogramm MDW die Serie ab.
Hellerau 602
Entwurf
Franz Ehrlich, Bauhaus-Schüler aus Leipzig
Hersteller
VEB Deutsche Werkstätten Hellerau, Dresden
Vorgestellt
1957, Leipziger Frühjahrsmesse
Maße
Korpusmöbel in zwei Höhen (ca. 136 und 84 cm) und zwei Breiten (ca. 106 und 158 cm), Tiefe ca. 45 cm
Typen
Sideboards, Vitrinen, Highboards, Schreibtische und Sekretäre, gekennzeichnet mit Buchstaben, z. B. 602/K oder 602/C
Hellerau 602 kaufen
Bauhaus-Gedanke im Wohnzimmer.
Die 602-Möbel stehen für das, was viele heute an Mid-Century schätzen: klare Linien, ehrliche Materialien und eine Funktion, die nicht versteckt wird. Weil die Serie modular gedacht war, passen die Stücke bis heute gut zusammen – ein Sideboard lässt sich mit einer Vitrine oder einem Schreibtisch derselben Serie kombinieren.
Jedes Stück bei uns ist ein Original mit Geschichte. Welche Arbeiten wir gemacht haben und welche Gebrauchsspuren geblieben sind, beschreiben wir beim jeweiligen Möbel.
Wir bringen dein 602-Möbel.
Kostenlos nach Chemnitz und Leipzig, nach Berlin für 85 €, andere Orte auf Anfrage. Gern zeigen wir dir das Stück vorab per Videoanruf.
Weitere Ehrlich-Serie: Hellerau 427 →
Quellen: Museum Utopie und Alltag, Eisenhüttenstadt; Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; Deutsches Historisches Museum (über museum-digital und die Deutsche Digitale Bibliothek).

